Kurzführung

Grüne Schildkröte


Die grüne Schildkröte ist in warmen Ozeanen weltweit Zuhause. Die Schildkröten, die ihre Eier an den Stränden von Sri Lanka ablegen, werden durch den Tourismus und das Stehlen ihrer Eier gefährdet. Finden Sie mehr über die Schildkröten heraus und wie Sie ihnen helfen können.

Überblick
In der freien Wildbahn schafft es nur eines von Tausend Eiern bis zur ausgewachsenen Schildkröte. Aus diesem Grund stellt das Stehlen der Eier auf lange Sicht eine große Bedrohung des Überlebens der Schildkröten dar, weil die Wilderer an manchen Stränden von Sri Lanka sämtliche Eier stehlen.

Weitere Bedrohungen

  • Zusätzlich zu der Gefahr durch Wilderer werden Schildkröten durch Lärm und helles Licht gestört. Weltweit werden an Stränden, an denen Schildkröten nisten, Hotels, Restaurants und Häuser errichtet.  
  • Schildkröten verwickeln sich auch oft in Angelgerät, was eine große Gefahr für sie darstellt. Auch das vermehrte Aufkommen von Ausflugsschiffen kann zu für die Schildkröten tödlichen Zusammenstößen führen.
  • Plastikabfälle, die im Wasser treiben, stellen ebenfalls eine Gefahr für Schildkröten dar. Junge Lederschildkröten, die sich von Quallen ernähren, verwechseln Plastiktüten oft mit ihrem bevorzugten Nahrungsmittel und verhungern, wenn ihr Darm durch die Plastiktüten verstopft wird.
  • In der Vergangenheit verringerte sich der Bestand an Grünen Schildkröten rapide, da sie in Amerika und Europa zu Schildkrötensuppe verarbeitet wurden. Selbst heutzutage werden Schildkröten noch aufgrund ihres Fleisches und Panzers gejagt.
  • Zudem sind Schildkröten dem Klimawandel schutzlos ausgeliefert. Wie bei vielen anderen Reptilien auch wird das Geschlecht junger Schildkröten durch die Temperatur bestimmt, bei der die Eier ausgebrütet werden. Eier, die unter einer Temperatur von rund 20˚C ausgebrütet werden, bringen zumeist männliche Schildkröten hervor und Eier, die über dieser Temperatur ausgebrütet werden, weibliche Schildkröten. Wärmere Temperaturen können dazu führen, dass zu viele weibliche und nicht genug männliche Schildkröten ausgebrütet werden.
„Im Jahr 2000 gerieten schätzungsweise 250.000 Unechte Karettschildkröten und Lederschildkröten versehentlich in die Leinen der Langleinenfischerei.“


Was unternehmen Wohltätigkeitsorganisationen, um dieses Problem zu bekämpfen?
Durch sein Projekt „Adopt-a-Turtle“ zum Adoptieren von Schildkröten unterstützt die Gesellschaft Marine Conservation Society (MCS) die Erhaltung von Meeresschildkröten und Forschungsprojekten weltweit. Zu diesen Projekten gehört auch das Turtle Conservation Project (TCP) zum Schutz der Schildkröten in Sri Lanka. Das TCP hat zahlreiche verschiedene Schutz-, Forschungs- und Aufklärungsprojekte in den Gemeinden entwickelt, die die Meeresschildkröten und ihre Niststrände schützen und der einheimischen Bevölkerung helfen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Weitere Informationen zum TCP
Der Strand von Rekawa war der Schauplatz des ersten Projekts des TCP 1993. Dort befindet sich jetzt eines der größten Schutzgebiete für Schildkröten. Pro Jahr werden etwa 900 Gelege eingerichtet, meistens von Grünen Schildkröten. Dank des TCP sind ehemalige Wilderer jetzt Reiseleiter. Durch Kampagnen und Sensibilisierung der Bevölkerung half das TCP mit, den illegalen Verkauf von Schildpatt an Touristen zu Beginn der 90-er Jahre zu unterbinden.

Nach dem Tsunami im Dezember 2004 leistete das TCP wertvolle Hilfe und rief Projekte zum Wiederaufbau in Kosgoda und Rekawa ins Leben.

Wie kann ich helfen?

  • Sehen Sie sich den Trickfilm MCS Turtles in Trouble an, um herauszufinden, wie Sie im Urlaub zum Schutz der Schildkröten beitragen können.
  • Kaufen Sie niemals Schildkrötenpanzer oder Schildpatt-Produkte als Souvenirs. Wenn niemand diese Produkte kauft, erzielen die Geschäfte damit auch keinen Gewinn.
  • Bestellen Sie in Restaurants am Urlaubsort oder Zuhause niemals Schildkrötenfleisch, -suppe oder ähnliche Speisen.
  • Werfen Sie ihren Plastikmüll nicht einfach achtlos weg, da er eine Gefahr für Meerestiere darstellen kann.
     
     

Interessante Fakten

  • Die Grüne Schildkröte kann eine Größe von 1,50 m erreichen.
  • Die Grüne Schildkröte erhält ihren Namen von ihrem Körperfett, das aufgrund der algenreichen Ernährung grün ist.
  • Eine weibliche Schildkröte legt mitunter bis zu 2300 km zurück, um sich zu paaren und nistet dann an dem Strand, an dem sie geboren wurde.
  • Wenn eine kleine Schildkröte von ihrem Nest aus das Meer sicher erreicht, bleibt sie rund drei Jahre lang im offenen Ozean und ernährt sich von Nahrung an der Wasseroberfläche, bevor sie sich auf Seegras gebettet in Küstennähe niederlässt.
  • Mitunter werden Grüne Schildkröten beim „Sonnenbad“ am Strand gesichtet. Sie sind einige der wenigen Arten von Meeresschildkröten, die das Wasser auch zu anderen Zwecken als zum Nisten verlassen.
  • Schildkröten gibt es schon seit über 110 Millionen Jahren.

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